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Lachen in Dur und Moll   


Karajans außerordentliche Erfolge machten ihn bei seinen Kollegen nicht gerade beliebt. Als er zum ersten Mal nach Bayreuth kam und sich gleich eine von 2 Künstlertoiletten reservieren ließ ("Für Herrn von Karajan"), schrieb der erboste Knappertsbusch auf die Türe der "freien" Toilette:
"Für die anderen Arschlöcher".

Bösen Sarkasmus sagte man Karl Böhm bei der Probenarbeit nach. Während des Dritten Reichs soll er Musikern mit Versetzung an die Ostfront gedroht und einer Sängerin empfohlen haben, sich schwängern zu lassen, damit sie endlich eine "Stütze" bekomme. Dementsprechend wenig zimperlich ging man mit dem alten Maestro um.
Im nekromanischen Wien erzählte man sich: "Wann der Böhm beim Friedhof vorbeikummt, binden sich d'Würmer schon die Servietten um."

Claudio Abbado und Sir Simon Rattle treffen sich zufällig im Foyer des Hotel Adlon in Berlin. Natürlich kommt die Rede auf die Berliner Philharmoniker und damit zwangsweise auf die Frage, wer von ihnen der für das Orchester wichtigste Chef sei. Sagt Abbado: "Mir ist in der letzten Nacht die Berolina mit ihren Musen erschienen, und alle haben geweint, dass ich nicht mehr da bin." Sagt Rattle: "Mir erschien in der letzten Nacht der liebe Gott und sagte: 'Du, Simon, bist der Größte, der je an diesem Pult gestanden hat." Da fahren Blitz und Donner ins Foyer und es ertönt die Stimme Herbert von Karajans: "Was, bittschön, soll ich g'sagt habn?"

Entgegen mancher, durch Schnulzenfilme genährten Meinung ist das klassische Opern- und Konzertdirigieren ein Beruf, der zwar Begabung, aber vor allem gründliches Studium voraussetzt - eine Tatsache, die von Amateuren gern ignoriert wird. So soll Ferdinand Sauerbruch einmal den Wunsch geäußert haben, die Berliner Philharmoniker öffentlich zu dirigieren.
Antwort des Chefdirigenten: "Sehr gern, wenn ich Ihnen vorher den Blinddarm herausnehmen darf."

Einem Wiener Psychiater erscheint des Nachts der Erzengel Gabriel und erbittet um Himmelswillen seinen Beistand. Auf einer Wolke nimmt er ihn mit nach oben und öffnet leise ein Guckloch am Tor zum Thronsaal: drinnen steht der liebe Gott vor einem Notenpult, Stöckchen in der Hand, und dirigiert imaginäre Heerscharen von Musikern. "Wo ist das Problem?" fragt der Psychiater. "Er glaubt, er ist Karajan!"

Nach einem triumphalen Konzert in der Domstadt Köln verlangt Karajan im Stammhotel den Schlüssel für seine Suite. Der Nachtportier ist neu: "Wie ist der werte Name, bitte?" Indignierte Antwort: "Von Karajan." "Von ... Wie war dat?" "K-a-r-a-j-a-n!" "Mit C oder mit K?"
Der Maestro kocht: "Mit K natürlich, Sie Esel!" Der Portier bleibt - noch - rheinisch gelassen: "Das Letzte will ich mal überhört haben", und macht sich mit Brille, Zunge und Zeigefinger auf die unendlichen Namenssuche im Gäste-Verzeichnis. Er kann nichts finden. Schließlich sagt er: "Also, hier stehn Sie nich drin, un weil wir völlig ausjebucht sin, müssen Se sich wat anderes suchen." Karajan explodiert: "Schluss mit der Debatte. Ich bin Generalmusikdirektor Professor Herbert von Karajan und verlange auf der Stelle meine Suite!" Jetzt platzt auch dem Portier der Kragen: "Da können Se noch so rumschrein: ich hab kein Zimmer für Sie, un wenn Se der Millowitsch persönlich wären!"

"Ein Mann will einen Papagei kaufen. "Der Grüne ist hübsch."
"Ein schönes Tier," bestätigt der Verkäufer, und musikalisch: er hat 5 Flötenkonzerte im Repertoire. Kostenpunkt: 300,-- Euro."
"Ein bisschen teuer", meint der Kunde, "dann vielleicht den Roten."
"Tja, der ist leider noch teurer, er beherrscht 10 Violinkonzerte."
"Und was ist mit dem Blauen?"
"Das ist der Teuerste: 900,-- Euro."
"Aha, und was bringt der?" fragt der Kunde.
"Eigentlich nichts", antwortet der Verkäufer, "aber die anderen nennen ihn 'Maestro'."

Anekdötchen über Klemperer

Wir befinden uns im Jahr 1949 an der Komischen Oper Berlin. Felsenstein probt "Carmen", am Pult steht Otto Klemperer. An einer Stelle bricht Felsenstein ab, geht zur Rampe und fragt den Dirigenten: "Herr Doktor, könnten wir hier nicht ein kleines Ritardando machen?" Die abschlägige Antwort folgt postwendend: "Das Stück ist von Bizet!"

"Tannhäuser"-Premiere in einer Provinzstadt. Der vom Publikum offensichtlich vergötterte örtliche GMB badet, von sich selbst entzückt, in den Fluten der Musik, als ihn eine Stimme jäh aufschreckt: "Das Blech ist ja viel zu laut!" Er glaubt an eine Halluzination, als die Stimme erneut ertönt: "Das Holz stimmt überhaupt nicht!"
Er blickt sich um: direkt hinter ihm sitzt Otto Klemperer. Die Kommentare gehen weiter: "Was spielen denn die Streicher zusammen?" - "Schon wieder alles auseinander!" usw. usw.
Schweißgebadet erreicht der Provinzgott die Pause, lässt Klemperers Tochter Lotte ausfindig machen und beschwört sie, ihren Vater wegzusetzen, andernfalls dirigiert er nicht weiter. Lotte versprichts, der Platz ist nach der Pause leer, erleichtert stürzt sich unser GMD in den 2. Akt. Bis in eine pianissimo-Stelle hinein die Stimme Klemperers aus dem Orchestergraben heraufdringt: "Von hier aus ist es auch nicht besser!"

Klemperer ist bei einem fremden Orchester zu Gast und probiert Bruckners "Siebte". Wie bei den Orchestern allgemein bekannt und erwartet, klopft er an einer bestimmten Stelle ab mit der Bemerkung: "Das 3. Horn ist viel zu laut." Das Orchester schmunzelt, nur ein Novize macht sich wichtig: "Aber Herr Doktor, das 3. Horn ist ja noch gar nicht da." - "Dann sagen Sie es ihm, wenn er kommt!"

Wenig später kommt der Musiker zur Klemperer-Probe und entschuldigt sich, er habe eine Autopanne gehabt. "Was für einen Wagen fahren Sie denn," fragt Klemperer. "Einen VW, Herr Doktor." Einziger Kommentar des Alten: "Auch keine Reklame""

Otto Klemperer hatte als Ehrlichkeitsfanatiker keine Probleme, andere Leute zu brüskieren. Als ihn der Direktor des Israel Philharmonic Orchestra zum Gastidirigat einlud, fragte Klemperer: "Ist das ein gutes Orchester?"
Völlig perplex antwortete der Direktor: "Ein gutes? Wir sind das beste Orchester der Welt mit Spitzenmusikern aus Russland und von überall her."
Klemperers 2. Frage: "Und was zahlen Sie?"
Betroffene Entgegnung: "Aber lieber Dr. Klemperer, ist das so wichtig? Sie sind doch selbst Jude."
Klemperers Kommentar: "Ja, aber kein blöder!"