NL Nr. 50: Musik und ihre Wirkung auf uns

Liebe Musikschaffende und Musikinteressierte!

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich mit der Wirkung der Musik auf den Menschen, sprich auf seinen Körper, seinen Geist. Welche Emotionen ruft Musik in uns hervor. Dabei ist inzwischen erwiesen, dass sich das Gehirn beim Umgang mit Musik und Tönen besser entwickelt. Dazu kommt noch, dass Musik eine der wenigen tatsächlichen Universalien ist, die in allen uns bekannten menschlichen Kulturen nachgewiesen wurde. Ähnlich wie bei der Erlernung einer Sprache benötigt Musik sowohl in der Wahrnehmung als auch in der Ausübung eine Vielzahl von Hirnregionen. Eine Studie des Pädagogen Hans Günther Bastian will sogar belegen, dass musikalische Bildung den Menschen bessert. Im Zeitraum von sechs Jahren (1992-98) hat er zwei Schülergruppen in Berlin beobachtet. Eine Schülergruppe lernte ein Instrument, die andere nicht. Am Ende schnitten die musikalisch geförderten Kinder nicht nur in Intelligenztests besser ab, sondern waren auch sozial kompetenter und friedfertiger.

Sicher ist auch, dass Notenlernen abstraktes und räumliches Denken fördert. Deutsche und österreichische Studien belegen, dass Kinder, die ein Instrument spielen lernen, intelligenter, motivierter und damit besser in der Schule sind als solche ohne Instrumentalpraxis. Sie sind zudem ausgeglichener und kommunikativer.

Da freut man sich doch und erhält ein kleines Fünkchen Hoffnung, was den kulturellen Nachwuchs Deutschlands betrifft: Die Kulturhauptstadt 2010 Essen bildet den Rahmen für ein Projekt, das hoffentlich in den anderen Bundesländern viele Nachfolger findet. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler soll im Jahr 2010 jedem Grundschulkind des Ruhrgebiets die Möglichkeit offen stehen, an seiner Schule ein Musikinstrument zu erlernen. ... mehr ...

Dass Musik schon seit Menschengedenken für heilende Zwecke eingesetzt wurde und wird, ist bekannt. Aber wussten Sie auch, dass in London ein wohlhabender Mann, der von dem heilenden Einfluss der Musik durch und durch überzeugt war, Orchester organisiert hat, die zu bestimmten Stunden in Krankenhäusern, wo er die Erlaubnis dazu erreichen konnte, Konzerte gaben. In den Krankenhäusern wurde tatsächlich die Beobachtung gemacht, dass die Patienten unter dem Einfluss guter Musik sich rascher erholt haben. Einer der Ärzte bezeugte, dass die Beseitigung oder wenigstens die Verminderung der Schmerzen unter dem Einfluss der Musik in vielen Fällen unverkennbar festzustellen gewesen sei.

Der Musikmediziner Ralph Spintge setzt Musik vor allem zur Schmerzlinderung ein. "Schmerz- und Gefühlszentrum sind im Gehirn direkt verknüpft", sagt er. Angst steigert den Schmerz und umgekehrt. Auf seinem Operationstisch hören die Patienten deshalb Musik, die sie nach eigenem Geschmack zusammenstellen – möglichst abwechslungsreich, da auch die Körperrhythmen nicht stur nach Metronom ablaufen. Über 150.000 Patienten haben sich in seiner Klinik bisher zu Musik operieren lassen. Die Anästhesisten sparen dadurch bis zu 50 Prozent Betäubungsmittel. Michael Thaut von der Colorado State University versuchte, Schlaganfallpatienten mit Marschmusik zu trainieren – mit Erfolg. (Quelle:www.feelit.ag.vu)



Nun zur ausübenden Musik: Aus der Edition TOP MUSIC by G. Ricordi & Co. München melde ich eine Neuerscheinung:
"Drei Romanzen" von Hans Richard Stracke, geschrieben für Sopran und Klavier.
Inhalt: "Ein grünes Blatt" (Text: Theodor Storm) - "Wunschlos" - "So viele Tage" (Texte: H. R. Stracke)
Bestell-Nr. TOP 0168; ISMN M-50142-110-7

Dass Musik nicht immer gut ankommt, zeigt unser

Witz der Woche

In einer Kleinstadt wurde das übliche Abokonzert-Programm gegeben. Das Publikum strömte. An der Tür des Saales hing ein Schild: "Hunde müssen draußen bleiben." Nach dem Konzert konnte man die handschriftliche Ergänzung lesen: "Der Tierschutzverein".

Ihnen wünsche ich eine musikreiche Woche
Ihre



Beatrice Fischer-Stracke

PS: Wer sich für weitere musikwissenschaftliche Bücher interessiert, wird hier fündig: Musikwissenschaft

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